Der Verein stellt sich vor

Im September 1992 wurde der Verein „Reußische Fürstenstraße e. V.“ gegründet, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, eine kulturhistorische Straße in Ostthüringen zu konzipieren.

Ihren Namen verdankt die Route den in diesem Gebiet früher ansässigen reußischen Fürsten und deren Vorfahren: den Vögten von Weida, Gera und Plauen. Die „Reußische Fürstenstraße“, welche ca.110 km (Hauptstreckenführung) lang ist, führt von Hirschberg über Bad Lobenstein – Saalburg-Ebersdorf (mit Abzweigung nach Burgk) – Schleiz (Abzweigung nach Plothen) – Zeulenroda-Triebes – Greiz (Abzweigung nach Hohenleuben – Burgruine und Museum Reichenfels) – Weida (Abzweigung Wünschendorf) – Gera (mit Abzweigung nach Posterstein sowie Schmölln) bis nach Bad Köstritz.

Den reußischen Kleinstaaten verdanken wir eine Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten, denen man entlang der Reußische Fürstenstraße begegnet. Noch heute findet man in dieser Gegend Städte und Dörfer mit herausragender Architektur. Burgen, Schlösser und Museen vermitteln einen umfassenden Einblick in die historischen Wurzeln dieses Gebietes und vor allem der hier ansässigen Menschen. Der gleichnamige Verein sieht heute seine Aufgabe in erster Linie darin, die geschichtlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Fürstentümer Reuß älterer und jüngerer Linie einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, bekannt zu machen und damit für einen regen Besucherverkehr zu werben. Ihm liegt, trotz seines kulturhistorischen Charakters, die Entwicklung des Tourismus in der Region Ostthüringen und des Vogtlandes sehr am Herzen.

Seit der Gründung des Vereins wurde in mehreren Arbeitsgruppen historisches, kulturelles und geografisches Material entlang der Reußischen Fürstenstraße gesammelt, dokumentiert und dieses in Form von Prospekten, Pressebeiträgen, Büchern, Bildbänden, Film- und Fernsehmaterial der Öffentlichkeit vorgestellt.
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Vom Verein wurde in den Jahren 1995 – 1997 die gesamte „Reußische Fürstenstraße“ sowie die Sehenswürdigkeiten entlang dieser kultur-historischen Route mit touristischen Hinweistafeln und einheitlichem Logo ausgeschildert. Dieses Logo zeigt einen Grenzstein mit Krone und Inschrift für die Fürstentümer Reuß älterer und jüngerer Linie. Weiterhin wurden Baudenkmäler mit Hinweistafeln zur Geschichte und Bedeutung des jeweiligen Bauwerks beschildert. Die Beschilderung fand sowohl ungeteiltes Interesse der einheimischen Bevölkerung und als auch ihrer Gäste. Diese gesamte Beschilderung entlang der Route und in den Städten und Gemeinden wurde vom Land Thüringen, den Landkreisen und den Kommunen mit gefördert. Insgesamt konnten ca. 160 Schilder aufgestellt werden. Die Beschilderung wurde 2003 weitestgehend abgeschlossen.

Zur Popularisierung der kulturhistorischen Route gibt der Verein eine regelmäßig aktualisierte Broschüre heraus. Im Jahr 2008 erschien die 4. Auflage mit dem Titel: „Reußische Fürstenstraße – Willkommen im Land der Reußen“. Die Gesamtauflage der Prospekte liegt bei 80.000 Stück. An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren zahlreichen Sponsoren für ihre finanzielle Unterstützung bedanken, ebenso bei den Mitarbeitern der Touristinformationen und kommunalen Verwaltungen für Ihre gute Zusammenarbeit und Hilfe bei der Erstellung der Texte und der Bereitstellung von Bildmaterial.

Auch mehrere Bücher zur Reußischen Fürstenstraße wurden herausgegeben. Dazu zählen der Bildband „Reußische Fürstenstraße“ von Lemm-Verlag Gera im Juli 1995. Der gleiche Verlag gab 2005 einen neuen Bildband heraus. Seit Bestehen des Vereins konnten wir in Zusammenarbeit mit dem ADMOS-Verlag 1999 das Buch „Unterwegs auf der Reußischen Fürstenstraße“ herausgeben. Das 80-seitige Buch war Bestandteil der bestehenden Bildbandserie „Reise auf Deutschlands Kulturstraßen“. Leider ist dieses Buch restlos vergriffen und eine aktualisierte Neuauflage nicht möglich.

Bisher erschienene Publikationen zur Reußischen Fürstenstraße


Dem Autor Prof. Dr. habil. Erich Taubert aus Weimar konnte der Verein bei der Herausgabe der Broschüre „Reußische Fürstenstraße – Von Hirschberg nach Bad Köstritz“ durch Breitstellung von Material behilflich sein.

Zu den MDR-Serien „Unterwegs in Thüringen“ und „Rucksack“ sowie der ARD-Serie „Bilderbuch Deutschland“ leistete der Verein inhaltliche Zuarbeit. Ebenso wirkte er bei der Gestaltung mehrerer Videos mit.

In den Jahren 2001 und 2004 brachte der Verein 2 verschiedene Kaffee-Sammeltassen mit Sehenswürdigkeiten der „Reußischen Fürstenstraße“ auf den Markt. Leider sind beide Sammeltassen vergriffen. Anlässlich des 12. Thüringentages und der 800-Jahr-Feier in Greiz im Jahr 2009 wurden 2 neue Keramiktassen gestaltet und in Auftrag gegeben. Beide Tassen sind in den Tourist- und Stadtinformationen entlang der „Reußischen Fürstenstraße“ erhältlich.

Der Verein und seine Mitglieder sind weiterhin bestrebt das kultur-historische Erbe der über 800jährigen Geschichte des Vogtlandes und seiner Sehenswürdigkeiten zu dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Er ist als Mitglied im Verein Thüringer Vogtland Tourismus e.V. integriert und hat hier mit seinem Image prägende Wirkung.
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