Hubertusmesse in Schleizer Bergkirche

Hubertusmesse in Schleizer Bergkirche
Das Bläserensemble "Diana" aus Gera umrahmte die Hubertusmesse mit ihren Klängen.

Kreisjägerschaft Schleiz organisierte Hubertusmesse in der schön geschmückten Kirche

SCHLEIZ. Alljährlich wird am 3. November der Hubertustag begangen, der dem Heiligen Hubertus von Lüttich, dem Schutzpatron der Jagd, gewidmet ist. Zur Historie: Hubertus wurde im Jahre 655 in Toulouse, im Süden Frankreichs, als Nachkomme des Herzogs Bertrand von Toulouse geboren.
Im Laufe seines Lebens war er Pfalzgraf in Paris und flüchtete anschließend nach Metz. Er heiratete die Prinzessin von Löwen und bekam mit ihr einen gemeinsamen Sohn. Als seine Frau bei der Geburt des ersten Sohnes starb, verließ er die Stadt, legte alle Ämter nieder und lebte allein im Gebiet der Ardennen, wo er sich von Tieren und Pflanzen der Natur ernährte. Außerdem ging Hubertus auf die Jagd, um sich seine Nahrung zu sichern.
Durch das Leben als Einsiedler im Hochland wurde Hubertus‘ Glauben zu Gott gestärkt und er wurde Priester, zog als Diener Gottes durch das Land und verbreitete den Glauben. Im Jahre 705 durfte er das Bischofsamt des Gebiets von Tongern-Maastricht übernehmen. Bald ließ er seinen Sitz nach Lüttich, ins heutige Belgien verlegen, wo er eine Kathedrale erbauen ließ.
Im Jahre 727 starb Hubertus von Lüttich in Belgien.

Der Hubertustag ist seit einem Vierteljahrhundert auch für die Kreisjägerschaft Schleiz ein willkommener Anlass, in der Bergkirche die „Hubertusmesse“ abzuhalten. „So viele Menschen wie heute kamen noch nie“, freute sich Leander Rothemann, Vorsitzender der Jägerschaft Schleiz, als die Jagdhornbläsergruppen Schleiz und und die befreundeten Bläser aus Pößneck die zahlreichen Gäste am Eingang mit ihren Klängen empfingen.

Bereits am Vortag hatten die fleißigen Männer und Frauen die Bergkirche mit frischem Tannengrün geschmückt. „Das ist bei uns Tradition“, so Rothemann, der seit sieben Jahren die Geschicke der Gemeinschaft lenkt.
Lobend erwähnt er die gute Zusammenarbeit mit den Jägerschaften aus Pößneck und Bad Lobenstein: „Gemeinsam sind wir etwa siebenhundert organisierte Jäger“, nennt der Vorstand die stolze Zahl. Die „einmalige, historische Schönheit der Bergkirche“ für die Hubertusmesse nutzen zu können, freut Leander Rothemann besonders: „Dafür sind wir sehr dankbar.“
Die Hubertusmesse wurde vom Parforcehorncorps „Diana“ musikalisch umrahmt, das jagdliche, volksliedhafte und kirchlich-liturgische Stücke zu Gehör brachte.
Die Predigt hielt Pfarrer Stefan Ibrügger aus Bad Lobenstein.

Antje-Gesine Marsch @16.11.2016