Pfarrkirche St. Veit zu Wünschendorf/Elster

Pfarrkirche St. Veit zu Wünschendorf/Elster
Blick in das Innere der Evangelisch-Lutherischen Pfarrkirche St. Veit in Wünschendorf/Elster

Die Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche St. Veit in Wünschendorf


WÜNSCHENDORF. Auf eine über eintausendjährige Geschichte kann die Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche St. Veit in Wünschendorf zurückblicken. Das Gotteshaus gilt als das älteste des Vogtlandlandes und vereint verschiedenste Baustile miteinander .
Die Kirche befindet sich auf dem Veitsberg und erhielt seinen Namen vom Heiligen Vitus (Veit), unter dessen Patrozinium die heutige Pfarrkirche seit dem 13. Jahrhundert steht.

Vorher trug sie den Namen der ursprünglichen Burgkapelle, die im Jahr 974 erbaut und auf den Namen der Gottesmutter Maria geweiht wurde und bis zur Gegenwart als St.Marien-und Taufkapelle im Nordostteil der Kirche erhalten blieb.

Bewundernswert ist heute vor allem den spätgotische Marienaltar, der um das Jahr 1490 entstand und die romanischen Buntglasfenster aus dem 12. Jahrhundert. Bemerkenswert ist ein mittelalterliches Steinrelief mit der Darstellung des Schutzheiligen der Kirche St. Veit.
Als Sakristei dient seit 1360 ein Mauerturm der verfallenen Burganlage, die sich einst an die Kirche anschloss.

Aufgrund umfangreicher und steter Umbauten bis ins 17. Jahrhundert finden sich in St. Veit heute architektonische Zeugnisse aus vielen verschiedenen Stilepochen.

Das Gotteshaus besitzt zwei der ältesten Buntglasfenster Deutschlands aus dem Jahr 1550. Das Triumphkreuz und die Weiheschrift sowie ein mittelalterliches Steinrelief mit der Darstellung des St. Veit stammen aus der Zeit um 1162 bis 1170.
Der älteste Teil der Veitskirche ist die so genannte „Ottonische Kapelle“. Sie war Bestandteil einer Burg, die die Ahnherren der Vögte von Weida besaßen, bevor sie sich in Weida niederließen.

Bis ins 12. Jahrhundert diente die Kirche St. Veit den Vögten als Begräbnisstätte.

Der Nordostteil der Kirche ist das älteste Bauwerk. Es weist ein Kreuzrippengewölbe aus dem 10. Jahrhundert auf, wie es in Thüringen nicht noch einmal vorhanden ist.

Das überlebensgroße Triumphkreuz aus dem frühen 16. Jahrhundert, das vermutlich aus der Werkstatt des berühmten sächsischen Meisters Hans Witten stammt, gehört zu den mannigfaltigen Kostbarkeiten der Kirche.

Fazit:
Ein Besuch der Veitskirche ist ein erhebendes Erlebnis. Wohl in keinem anderen Gotteshaus ist die Historie der Jahrhunderte so zu atmen und zu fühlen. Ein herzlicher Dank an den freundlichen und bescheidenen Kirchenführer – der seinen Namen nicht nennen wollte – die Führung aber spontan nach der regulären Öffnungzeit anbot.

Service:
Kontakt und Öffnungszeiten Büro:
Ev.-Luth. Pfarramt St. Veit – Cronschwitz 15 – 07570 Wünschendorf/Elster
Pfarrer Christof Schulze
Bürozeiten: Di., Mi., 8 – 14 Uhr
Kirchkasse: Mi. 9 – 14 Uhr
Friedhofsverwaltung: Mi. 9 – 12 Uhr

Der Pfarrer ist sicher anzutreffen: montags 18 – 19.30 Uhr oder nach Absprache
Pfarramt St. Veit: Telefon:036603 / 88519
Fax: 036603 / 86066
Funk Pfr. Chr. Schulze: 0160 / 1257728
e-Mail: PfarramtStVeit@aol.com

Pfarrkirche St. Veit: Tel.: 0152 02506856
montags bis samstags: 10 – 17 Uhr, sonntags 11 – 16 Uhr ab März bis Ende Oktober

Führungen und Turmbesteigungen jederzeit möglich

Antje-Gesine Marsch @25.08.2016