Berga/Elster

Berga/Elster, Rathaus
Berga/Elster, Rathaus Foto: Stadtverwaltung

Berga/Elster ist ein kleines Städtchen, malerisch gelegen im Tal der Weißen Elster, umgeben von bewaldeten Höhenzügen, geprägt von ländlichem Flair.

Die unmittelbare Nähe zu den Städten Gera, Greiz und Weida schafft die Verbindung zwischen ländlicher Geruhsamkeit und städtischen Getriebe.
Bei der Erbteilung der Lobdeburger im Jahre 1216 wurde Berga erstmals nachweislich erwähnt. Auf die Herren von Lobdeburg geht wahrscheinlich auch die Gründung der Bergaer Burg zurück. Sie erhebt sich nördlich der Stadt auf einem Bergsporn, und die Bewaldung umschließt sie derart, dass sie nahezu völlig darin verschwindet. Schon frühzeitig wurde die Burg als Rittergut genutzt. Von den verschiedenen Eigentümern ist besonders die Familie von Watzdorf hervorzuheben, die von 1595 bis in das letzte Drittel des 19. Jh. hier lebte. Die bedeutendste Persönlichkeit in der Geschichte des später sogenannten Schlosses Dryfels, Christian Bernhard von Watzdorf, wurde hier am 12. September 1804 geboren. Er war Staatsminister im Dienst des Großherzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach und maßgeblich verantwortlich für den Bau der „Ministerstraße“, der heutigen B 175 zwischen Zickra und Berga. Das Schloss fiel am 8. März 1994 einer verheerenden Brandkatastrophe zum Opfer.

Seit Anfang des 14. Jh. hat Berga Marktgerechtigkeit. Seit 1427 sind Stadtrechte verbrieft. Marktgeschehen bedeutete für die Stadtherren immer Einnahmen. Verständlich, dass man auf einen ordentlichen Marktplatz Wert legte. 1842 brannte der Ort innerhalb von vier Stunden fast vollständig ab. Nach den Plänen der Weimarer Landesregierung erfolgte der Neuaufbau und der Ort bekam zunehmend städtischen Charakter. Eine relativ große Fläche wurde als Marktplatz gestaltet, mit dem Marktbrunnen in der Mitte. 1903 wurde dieser Platz vor dem Rathaus nach den Plänen des Fürstlichen Parkdirektors von Greiz zu einer kleinen Parkanlage umgearbeitet, mit Platanen, Eschen, Eichen und Rhododendren. In dieser Form noch heute erhalten, freuen sich Einheimische und Fremde an dem kleinen Stadtpark, einer gepflegten grünen Insel inmitten des Ortes.

Großen wirtschaftlichen Aufschwung hat das kleine Städtchen durch den Bau der Elstertalbahn um 1872 genommen.
Die mechanischen Wollwebereien fanden ab 1899 durch Ernst Engländer mit seiner Seidenweberei eine wichtige Ergänzung. Letztere zog zahlreiche Arbeitskräfte nach Berga. Es entstand eine, dem städtischen Charakter des Ortes entsprechende, Wohnbebauung wie sie heute noch zu finden ist.
Darüber hinaus machten die wunderschöne Lage des Ortes und die Vielzahl der Ausflugsmöglichkeiten Berga zu einer beliebten Sommerfrische, die seit dieser Zeit bis heute unverändert viele Feriengäste anzieht. Die Kleinstadt an der Elster ist Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen.

Sehen und Erleben

Clodramühle bei Berga
Gaststätte und Hofkäserei
Naherholungsgebiet Stausee Albersdorf
Kulturhof Zickra
Clodramühle


Mit Sicherheit werden die Eindrücke Lust wecken, diese Region mit all ihren Naturschätzen und Sehenswürdigkeiten einmal zu besuchen.